Dienstag, 2. Juni 2015

Die ersten 3 Wettkämpfe sind vorbei...

... und wir haben nun bereits Anfang Juni. So schnell vergeht die Zeit. Deshalb hier nun ein paar Zeilen zu meinen letzten Erlebnissen unter Wettkampfbedingungen.

Am 26.4. hatte ich mich zum ersten Mal beim Thalheimer Crossduathlon angemeldet, um einen ersten Leistungstest mit dem Bike zu machen. Das Laufen stand da eher im Hintergrund, es ging hauptsächlich um meine guten Beine, die ich mir die letzten beiden Monate antrainiert hatte.
Das Wetter war trocken und etwas kühl, aber zum Laufen und Biken dann doch in Ordnung. Ich startete auf der "großen" Strecke über 6 km Lauf, 20 km Bike und nochmal 3 km Lauf. Am Start ging ich recht verhalten zur Sache, aufgrund der nicht vorhandenen Streckenkenntnisse eine gute Wahl. Die erste Laufrunde von 3 km ging recht flott vorbei, im Zielbereich beim Wendepunkt zur 2. Runde hatte ich mir aber schon einen ordentlichen Rückstand auf die Spitze eingehandelt. Trotzdem lief ich mein Tempo zu 95 % alleine auf der Strecke weiter. Beim Wechsel aufs Mountainbike verbummelte ich einfach zuviel Zeit, da ich nichtwissend meine Startnummer beim Laufen vorne am Trikot mit den 4 Sicherheitsnadeln befestigte und diese dann erst im Wechselbereich mit zitternden Händen auseinanderfummelte. Dies kostete einige Minuten und die nach mir in den Wechselbereich kommenden Läufer sattelten recht fix vor mir aufs Bike. Also hieß es dann Vollgas auf dem Bike. Der Kurs kam mir sehr entgegen, vorallem der längere Anstieg im ersten Teil der Strecke ging super mit dem 38er Kettenblatt zu fahren. Ich sammelte in den 4 Runden einige langsamere Biker ein, welche teilweise deutlich besser zu Fuß waren als ich. Da mich keiner mit dem Bike überholte, hatte ich ein gutes Gefühl, die letzten 3 km nach dem Wechsel nochmal etwas zügiger zu Ende zu bringen. Dies gelang mir leider nicht und 2 Läufer huschten noch an mir vorbei.
Am Ende stand ein Gesamtplatz 20 unter 41 Teilnehmern zu Buche sowie Platz 7 in der Altersklasse.
Für den ersten Wettkampf war ich mehr als zufrieden, vorallem die Zeit auf dem Mountainbike hatte ich genossen und fühlte mich schon in guter Verfassung für die nächsten anstehenden Prüfungen.....

Am 2.5 stand eigentlich der Löbichauer Halden-Bike-Marathon auf meiner Agenda, dummerweise war das Rennen dieses Jahr vom Veranstalter auf einen Samstag anstatt Sonntag gelegt worden. Dies spiegelte sich leider beim Organisator mit einer geringen Teilnehmerzahl dar, darunter auch meine Wenigkeit. Ich schaute Sonntagfrüh auf meinen Rennkalender und war mir sicher, Anfang Mai war doch was, da war es aber schon zu spät. Somit keine weitere Rennhärte gesammelt und meine Freunde vom "Karl-Marx-Stadt-MTB-Klub" verpasst. Aber dies klappte dann um so besser beim nächsten Wettkampf.....

Am 31.5. stand nach 2 Jahren Abwesenheit von mir das Erzgebirgsradrennen in Markersbach auf dem Plan. Zusammen mit Thomas K. fuhren ich mit dem Auto hoch und war mir sicher, dass dieser Tag mit seinem äußerst freundlichen Wetter eigentlich für einen guten Wettkampf wie gemacht war. Leider kam es anders. Vor dem Start die üblichen Verdächtigen begrüßt, darunter den kompletten "Karl-Marx-Stadt-MTB-Klub" in seiner neuen schicken Teambekleidung sowie einige Teamkollegen vom "Henka Race Team", wie mein Team offiziell seit diesem Jahr in den Startlisten steht. Dafür ein großes Dankeschön an Frank Flemming, den Teamchef ;)
Am Start für die große Fichtelbergrunde reihte ich mich in die 2. Gruppe recht weit vorne ein, da ich das Gedränge und den ersten Stau an der Auffahrt in den Waldanstieg umgehen wollte. Dies klappte ganz gut, an ungefähr 20. Position war auf den ersten Kilometern die Spitze immer in Sichtweite. Es lief bei mir gut an, Kraft war auch da, allerdings schaltete ich bereits im Wald vorne auf das kleine Ritzel runter, was ich sonst nie mache. Mit hoher Drehzahl sauste ich den Weg hinauf und sammelte ein paar Wegbegleiter auf. Auf der Abfahrt zum Ephraimhaus nahm ich das Tempo raus, im Hinterkopf hatte ich noch meinen Sturz von der Vier-Hübel-Tour 2013 im Kopf, welcher mit bei sowas immer wieder verfolgt. Einige Biker aus meiner Gruppe nahmen dies zum Anlass und sprinteten den Weg hinunter. Auf der Abfahrt verlor ich ungefähr 8 Positionen und überholte selbst niemanden. Am Ephraimhaus angekommen ging es nun auf einen sehr langen Ansteig bis zur Altpöhlaer Straße. Auf dem Anstieg sammelte ich einige aus meiner Gruppe wieder ein und fuhr den Berg in gleichmäßigem Tempo hinauf. Es bildete sich ein 4er Gruppe, die bis zum ersten Verpflegungspunkt bestand hatte. Ab dieser kleinen Nahrungs- und Wasseraufnahme verlor ich leider den Anschluss an meine 3 Bikerkollegen und musste sie ziehen lassen. Bei starkem Gegenwind war an Heranfahren nicht zu denken. Somit fuhr ich mein Tempo alleine bis zum Anstieg an der Rollerbahn weiter, immer wieder in der Hoffnung, dass nach vorne noch was drinne war bzw. dass jemand von vorne wieder zurückfällt. Dies war auch so und ich schloss an der Rollerbahn an einen aus meiner vorherigen Gruppe auf. Ein kurzer Plausch, ein hastiges Hoch- und Runterschalten und es ging den steilen Asphaltanstieg hoch. Ab dieser Stelle merkte ich deutlich, dass meine Kraft weg war. Der starke Gegenwind und mein wahrscheinlich zu schnelles Renntempo die ersten 18 km wurden mir zum Verhängnis. Ein Biker nach dem anderen fuhr an der Wellenschaukel hoch zum Fichtelberg an mir vorbei, darunter auch ein paar Freunde, die kaum glauben konnten, dass ich da so auf meinem MTB vor mich hin gammelte. Oben auf dem Wendepunkt beim Fichtelberg angekommen war mir wie Aussteigen. Ich hatte keine Kraft mehr und meine Gedanken an die weiteren vor mir liegenden 20 km Strecke bis zum Ziel ließen auch die Motivation schwinden. Die Abfahrt hinterm Fichtelberg schlich ich wieder in gemütlichem Tempo aus bekannten Gründen hinunter. Die langen Asphaltstücken in den Wäldern war ich alleine unterwegs bzw. konnte den immer wieder an mir vorbeirasenden Bikern einfach nicht folgen. Ca. 7 km vor dem Ziel tauchte plötzlich Ronny mit 2 Gefährten hinter mir auf. Er war so sprachlos, als er an mir vorbeirauschte und schüttelte nur mit dem Kopf, dass er den Tag jemals erleben konnte, mich auf der Strecke zu treffen. Ich kratzte nochmal die letzten Kräfte zusammen und hielt mich ein paar Kilometer im Windschatten auf, an der letzten kleinen Abfahrt zum Pumpspeicherwerk musste ich aber endgültig abreisen lassen, auch war die Piste in miserablem Zustand und nicht für mich gemacht. So wurde es leider nichts mit einem Zielsprint gegen Ronny, aber hey, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, das holen wir nach ;)
An der Plattenrampe zum Ziel gingen dann die letzten Körner bei mir flöten, als dann noch Jens Dessau von der Radfabrik mein Trikot sah und unbedingt nochmal an mir vorbeihuschen wollte, hatte ich nichts mehr entgegenzusetzen. Mit Ach und Krach rollte ich langsam ins Ziel. Die Zeit blieb bei 1:52 h stehen; das klingt zwar nicht schlecht, aber für meinen Anspruch leider weit verfehlt. Am Ende stand Gesamtplatz 66 zu Buche und ich musste mir eingestehen, dass es noch allerhand Trainingsfleiß kosten wird, wenn in 3 Wochen das 24h-Rennen am Stausee Oberrabenstein ansteht, ansonsten muss ich auch dort bei Zeiten die Beine hochlegen. Im Nachhinein gesehen war der Monat Mai kein guter Trainingsmonat für mich, lediglich rund 450 km stehen zu Buche. Dies hatte sich in Markersbach deutlich gezeigt.
Glückwunsch an Ronny und die anderen Biker vom "Karl-Marx-Stadt-MTB-Klub" für deren gute Zeiten und die netten Wortwechsel nach dem Rennen. Die nächsten Wochen stehen keine weiteren Rennen für mich an, denn mit dieser Form wäre da leider nicht mal mehr ein Blumentopf zu gewinnen.
Wir sehen uns beim "Heavy 24" !!! In diesem Sinne, weiterhin gute Beine.