... und wir haben nun bereits Anfang Juni. So schnell vergeht die Zeit. Deshalb hier nun ein paar Zeilen zu meinen letzten Erlebnissen unter Wettkampfbedingungen.
Am 26.4. hatte ich mich zum ersten Mal beim Thalheimer Crossduathlon angemeldet, um einen ersten Leistungstest mit dem Bike zu machen. Das Laufen stand da eher im Hintergrund, es ging hauptsächlich um meine guten Beine, die ich mir die letzten beiden Monate antrainiert hatte.
Das Wetter war trocken und etwas kühl, aber zum Laufen und Biken dann doch in Ordnung. Ich startete auf der "großen" Strecke über 6 km Lauf, 20 km Bike und nochmal 3 km Lauf. Am Start ging ich recht verhalten zur Sache, aufgrund der nicht vorhandenen Streckenkenntnisse eine gute Wahl. Die erste Laufrunde von 3 km ging recht flott vorbei, im Zielbereich beim Wendepunkt zur 2. Runde hatte ich mir aber schon einen ordentlichen Rückstand auf die Spitze eingehandelt. Trotzdem lief ich mein Tempo zu 95 % alleine auf der Strecke weiter. Beim Wechsel aufs Mountainbike verbummelte ich einfach zuviel Zeit, da ich nichtwissend meine Startnummer beim Laufen vorne am Trikot mit den 4 Sicherheitsnadeln befestigte und diese dann erst im Wechselbereich mit zitternden Händen auseinanderfummelte. Dies kostete einige Minuten und die nach mir in den Wechselbereich kommenden Läufer sattelten recht fix vor mir aufs Bike. Also hieß es dann Vollgas auf dem Bike. Der Kurs kam mir sehr entgegen, vorallem der längere Anstieg im ersten Teil der Strecke ging super mit dem 38er Kettenblatt zu fahren. Ich sammelte in den 4 Runden einige langsamere Biker ein, welche teilweise deutlich besser zu Fuß waren als ich. Da mich keiner mit dem Bike überholte, hatte ich ein gutes Gefühl, die letzten 3 km nach dem Wechsel nochmal etwas zügiger zu Ende zu bringen. Dies gelang mir leider nicht und 2 Läufer huschten noch an mir vorbei.
Am Ende stand ein Gesamtplatz 20 unter 41 Teilnehmern zu Buche sowie Platz 7 in der Altersklasse.
Für den ersten Wettkampf war ich mehr als zufrieden, vorallem die Zeit auf dem Mountainbike hatte ich genossen und fühlte mich schon in guter Verfassung für die nächsten anstehenden Prüfungen.....
Am 2.5 stand eigentlich der Löbichauer Halden-Bike-Marathon auf meiner Agenda, dummerweise war das Rennen dieses Jahr vom Veranstalter auf einen Samstag anstatt Sonntag gelegt worden. Dies spiegelte sich leider beim Organisator mit einer geringen Teilnehmerzahl dar, darunter auch meine Wenigkeit. Ich schaute Sonntagfrüh auf meinen Rennkalender und war mir sicher, Anfang Mai war doch was, da war es aber schon zu spät. Somit keine weitere Rennhärte gesammelt und meine Freunde vom "Karl-Marx-Stadt-MTB-Klub" verpasst. Aber dies klappte dann um so besser beim nächsten Wettkampf.....
Am 31.5. stand nach 2 Jahren Abwesenheit von mir das Erzgebirgsradrennen in Markersbach auf dem Plan. Zusammen mit Thomas K. fuhren ich mit dem Auto hoch und war mir sicher, dass dieser Tag mit seinem äußerst freundlichen Wetter eigentlich für einen guten Wettkampf wie gemacht war. Leider kam es anders. Vor dem Start die üblichen Verdächtigen begrüßt, darunter den kompletten "Karl-Marx-Stadt-MTB-Klub" in seiner neuen schicken Teambekleidung sowie einige Teamkollegen vom "Henka Race Team", wie mein Team offiziell seit diesem Jahr in den Startlisten steht. Dafür ein großes Dankeschön an Frank Flemming, den Teamchef ;)
Am Start für die große Fichtelbergrunde reihte ich mich in die 2. Gruppe recht weit vorne ein, da ich das Gedränge und den ersten Stau an der Auffahrt in den Waldanstieg umgehen wollte. Dies klappte ganz gut, an ungefähr 20. Position war auf den ersten Kilometern die Spitze immer in Sichtweite. Es lief bei mir gut an, Kraft war auch da, allerdings schaltete ich bereits im Wald vorne auf das kleine Ritzel runter, was ich sonst nie mache. Mit hoher Drehzahl sauste ich den Weg hinauf und sammelte ein paar Wegbegleiter auf. Auf der Abfahrt zum Ephraimhaus nahm ich das Tempo raus, im Hinterkopf hatte ich noch meinen Sturz von der Vier-Hübel-Tour 2013 im Kopf, welcher mit bei sowas immer wieder verfolgt. Einige Biker aus meiner Gruppe nahmen dies zum Anlass und sprinteten den Weg hinunter. Auf der Abfahrt verlor ich ungefähr 8 Positionen und überholte selbst niemanden. Am Ephraimhaus angekommen ging es nun auf einen sehr langen Ansteig bis zur Altpöhlaer Straße. Auf dem Anstieg sammelte ich einige aus meiner Gruppe wieder ein und fuhr den Berg in gleichmäßigem Tempo hinauf. Es bildete sich ein 4er Gruppe, die bis zum ersten Verpflegungspunkt bestand hatte. Ab dieser kleinen Nahrungs- und Wasseraufnahme verlor ich leider den Anschluss an meine 3 Bikerkollegen und musste sie ziehen lassen. Bei starkem Gegenwind war an Heranfahren nicht zu denken. Somit fuhr ich mein Tempo alleine bis zum Anstieg an der Rollerbahn weiter, immer wieder in der Hoffnung, dass nach vorne noch was drinne war bzw. dass jemand von vorne wieder zurückfällt. Dies war auch so und ich schloss an der Rollerbahn an einen aus meiner vorherigen Gruppe auf. Ein kurzer Plausch, ein hastiges Hoch- und Runterschalten und es ging den steilen Asphaltanstieg hoch. Ab dieser Stelle merkte ich deutlich, dass meine Kraft weg war. Der starke Gegenwind und mein wahrscheinlich zu schnelles Renntempo die ersten 18 km wurden mir zum Verhängnis. Ein Biker nach dem anderen fuhr an der Wellenschaukel hoch zum Fichtelberg an mir vorbei, darunter auch ein paar Freunde, die kaum glauben konnten, dass ich da so auf meinem MTB vor mich hin gammelte. Oben auf dem Wendepunkt beim Fichtelberg angekommen war mir wie Aussteigen. Ich hatte keine Kraft mehr und meine Gedanken an die weiteren vor mir liegenden 20 km Strecke bis zum Ziel ließen auch die Motivation schwinden. Die Abfahrt hinterm Fichtelberg schlich ich wieder in gemütlichem Tempo aus bekannten Gründen hinunter. Die langen Asphaltstücken in den Wäldern war ich alleine unterwegs bzw. konnte den immer wieder an mir vorbeirasenden Bikern einfach nicht folgen. Ca. 7 km vor dem Ziel tauchte plötzlich Ronny mit 2 Gefährten hinter mir auf. Er war so sprachlos, als er an mir vorbeirauschte und schüttelte nur mit dem Kopf, dass er den Tag jemals erleben konnte, mich auf der Strecke zu treffen. Ich kratzte nochmal die letzten Kräfte zusammen und hielt mich ein paar Kilometer im Windschatten auf, an der letzten kleinen Abfahrt zum Pumpspeicherwerk musste ich aber endgültig abreisen lassen, auch war die Piste in miserablem Zustand und nicht für mich gemacht. So wurde es leider nichts mit einem Zielsprint gegen Ronny, aber hey, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, das holen wir nach ;)
An der Plattenrampe zum Ziel gingen dann die letzten Körner bei mir flöten, als dann noch Jens Dessau von der Radfabrik mein Trikot sah und unbedingt nochmal an mir vorbeihuschen wollte, hatte ich nichts mehr entgegenzusetzen. Mit Ach und Krach rollte ich langsam ins Ziel. Die Zeit blieb bei 1:52 h stehen; das klingt zwar nicht schlecht, aber für meinen Anspruch leider weit verfehlt. Am Ende stand Gesamtplatz 66 zu Buche und ich musste mir eingestehen, dass es noch allerhand Trainingsfleiß kosten wird, wenn in 3 Wochen das 24h-Rennen am Stausee Oberrabenstein ansteht, ansonsten muss ich auch dort bei Zeiten die Beine hochlegen. Im Nachhinein gesehen war der Monat Mai kein guter Trainingsmonat für mich, lediglich rund 450 km stehen zu Buche. Dies hatte sich in Markersbach deutlich gezeigt.
Glückwunsch an Ronny und die anderen Biker vom "Karl-Marx-Stadt-MTB-Klub" für deren gute Zeiten und die netten Wortwechsel nach dem Rennen. Die nächsten Wochen stehen keine weiteren Rennen für mich an, denn mit dieser Form wäre da leider nicht mal mehr ein Blumentopf zu gewinnen.
Wir sehen uns beim "Heavy 24" !!! In diesem Sinne, weiterhin gute Beine.
stunni´s blog ...
... aus der Sicht eines Freizeitmountainbikers ^^
Dienstag, 2. Juni 2015
Freitag, 6. März 2015
Trainingsstatus 1. Quartal 2015
Mein erster Blog im Jahr 2015 hat zwar lange auf sich warten lassen, aber nun schreibe ich mal ein paar Zeilen über das bisher erlebte.
Leider erkrankte ich im Oktober 2014 am Pfeifferschen Drüsenfieber und diese Erkrankung hielt bis Weihnachten an. Seitdem geht es mir besser und pünktlich zum 1.1.2015 habe ich mit Lauftraining begonnen. Tägliche Runden zwischen 4 und 5,5 km haben meine Grundfitness etwas wiederherstellen können. Am 15. Februar habe ich dann das erste Mal das Rad rausgeholt und meine Runden gedreht. Zwischendurch habe ich dieses Jahr seit längerem mal wieder die Ski rausgeholt und bin Skaten gegangen. Somit stehen bis zum heutigen Tage 118 km Laufsport, 235 km Skating und 300 km Radsport auf der Aktivitätenliste. Highlight war am 26.2. mit Arbeitskollegen die 70 km Skating auf der Kammloipe bei bestem Wetter !!!
Leider hat mich seit 3 Wochen eine hartnäckige Magenerkrankung im Griff und es ist leider kein Ende in Sicht. Ärztliche Untersuchungen konnten keine Klarheit schaffen, selbst eine Magenspiegelung habe ich schon über mich ergehen lassen. Ich hoffe, die Symptome klingen bald ab und ich kann beschwerdefrei meinen täglichen Dingen nachgehen.
In diesem Sinne, das Training geht weiter und die Saisonvorbereitung läuft, wenn auch nicht optimal.
Leider erkrankte ich im Oktober 2014 am Pfeifferschen Drüsenfieber und diese Erkrankung hielt bis Weihnachten an. Seitdem geht es mir besser und pünktlich zum 1.1.2015 habe ich mit Lauftraining begonnen. Tägliche Runden zwischen 4 und 5,5 km haben meine Grundfitness etwas wiederherstellen können. Am 15. Februar habe ich dann das erste Mal das Rad rausgeholt und meine Runden gedreht. Zwischendurch habe ich dieses Jahr seit längerem mal wieder die Ski rausgeholt und bin Skaten gegangen. Somit stehen bis zum heutigen Tage 118 km Laufsport, 235 km Skating und 300 km Radsport auf der Aktivitätenliste. Highlight war am 26.2. mit Arbeitskollegen die 70 km Skating auf der Kammloipe bei bestem Wetter !!!
Leider hat mich seit 3 Wochen eine hartnäckige Magenerkrankung im Griff und es ist leider kein Ende in Sicht. Ärztliche Untersuchungen konnten keine Klarheit schaffen, selbst eine Magenspiegelung habe ich schon über mich ergehen lassen. Ich hoffe, die Symptome klingen bald ab und ich kann beschwerdefrei meinen täglichen Dingen nachgehen.
In diesem Sinne, das Training geht weiter und die Saisonvorbereitung läuft, wenn auch nicht optimal.
Sonntag, 21. September 2014
19. Drei-Talsperren-Marathon 2014 in Eibenstock
Am vergangenen Samstag, den 20.9.2014 war es mal wieder soweit. Ich wurde für die 19. Austragung des sehr schönen DTM in Eibenstock gemeldet. Für dieses Jahr habe ich es mir nicht nehmen lassen, für die 100 km zu melden. Dies war erst meine 2. 100 km Meldung für ein Mountainbikerennen seit 2010. Da die Strecke aber sehr gut zu fahren ist und es wenig anspruchsvolle Streckenteile mit gefährlichen Passagen gibt, hatte ich Lust auf den Hunderter.
Von meinem Team war ich der Einzigste, der die lange Runde in Angriff nahm.
Mit wenig Training und dem kleinen Anspruch, das Rennen unter 4 h zu finishen, stand ich bei bestem Wetter um 9:30 Uhr am Start. Mit Michael wollte ich eigentlich die Runde zusammen fahren, aber bereits beim 1. Anstieg aus der Stadt heraus war er von meinem Hinterrad verschwunden. Da waren gerade mal 2 km gefahren. Also suchte ich mir andere Wegbegleiter, die möglicherweise mein Tempo mitfahren würden. Nach 3 km war ich dann in einer 4er Gruppe, wobei die beiden vorderen Fahrer kurz darauf die Flucht nach vorne antraten und ich nicht folgte. Ich dachte mir, ich bleibe noch ein wenig im normalen Puls und gebe noch nicht alles. Das war leider ein Fehler, denn der Abstand nach vorne wurde immer größer und mein Begleiter wurde langsamer, sodass ich plötzlich am Ende des ersten Anstiegs alleine unterwegs war. Bis nach Carlsfeld fuhr ich zwar die Lücke nach vorne zu 2 Bikern zu, allerdings ab Kilometer 6 am Anstieg der Straße im Ort war ich alleine. Dies sollte für mich die nächsten 66 km mein Schicksal sein. Auf die Vorderleute aufzufahren war alleine nur mit sehr großer Kraftanstrengung möglich und von hinten kam leider auch keiner heran. Am Auersberg war eine Vordergruppe zwar in Sichtkontakt, aber da kämpft man eher gegen den inneren Schweinehund als gegen den Gegner.
Die gefährliche Abfahrt vom Auersberg nahm ich locker in Angriff, da die Steine und Wiesen recht feucht waren. Bis zur 2. Auffahrt zum Auersberg passierte so gut wie nichts. Ich war halt alleine unterwegs. Auf dem Auersberg ankommen nahm ich nochmal ein Getränke und einen Riegel und ordnete mich in den Verkehr der 50 km Starter ein, die mittlerweile auch auf der Strecke waren.
Von nun an musste man etwas die Augen bei Überholungen aufmachen, denn vorallem bei der Abfahrt vom Auersberg kamen einige Biker vom Stoneman Miriquidi in entgegengesetzter Richtung den Berg hoch. Da macht es sich schlecht, wenn man nebeneinander den Berg runter rollt und plötzlich kommen Leute entgegen.
Am Abzweig der 100 km um die Talsperre Eibenstock sah ich nun definitiv keinen der 100 km vor mir geschweige denn hinter mir. Da waren rund 70 km absolviert. Ab diesem Moment merkte man seine Beine so langsam und den Gegenwind um so mehr. Trotzdem dachte ich mir, eine Zielankunft um Platz 20 müsste drin sein, auch lag ich zeitlich noch auf Kurs, obwohl ich diesen Streckenteil nicht kannte.
Abseits der Straße kam plötzlich eine 5er Gruppe auf mich aufgefahren. War ich so langsam oder habe ich mich verfahren ??? An den Anstiegen im Wald klemmte ich mich in die Gruppe rein, wobei ein Crossradfahrer die Flucht nach vorne suchte. So radelten wir zu 4. für ca. 15 km weiter, mit stetigem Führungswechsel. Auch ich machte mal im Wind die Pace, obwohl ich eigentlich dafür keine Kraft mehr hatte. Da mir die Streckenführung auch nicht bekannt war, wusste ich nicht, dass da noch so einige Anstiege rund um die Talsperre Eibenstock zu erwarten waren. Am Anstieg nach dem Ort Hundshübel mussten ich und ein weiterer Biker dann reißen lassen.
Wir kurbelten die nächsten km zusammen bis zum Talsperrenweg, dann nahm ich aber nochmal die Beine in die Hand und trat den Sprung nach vorne an. Mein Begleiter wollte oder konnte nicht mit und so fuhr ich alleine dem Ziel entgegen. Der letzte Anstieg von der Straße durch den Wald zur Wiese war fast nur noch im Schneckentempo möglich.
Mein Tacho zeigte noch knapp 5 Minuten bis zu magischen 4 h Marke an, also gab ich nochmal Alles und rollte in einer Zeit von 3:57:38 h über den Zielstrich. Mein persönliches Ziel mit 4 h wurde erreicht. Im Ziel kamen dann sogleich mein Teamchef und Teamkollegen sowie Freunde herbei und wir fachsimpelten über das Geleistete.
Glückwunsch an Teamkollege Jens Küllig, der endlich mal ohne Defekt Platz 3 auf der 50 km Runde erkämpfte.
Vielen Dank an den Veranstalter für die super Organisation sowie Kathrin für die Bilder ;)
P.S. Ein kleiner Nachgeschmack bleibt aber: 4,20 € für eine kleine Nudelportion für die Aktiven ist mehr als Vermessen. Bitte im nächsten Jahr wieder einen Gutschein in den Starterbeutel legen, der heuer sehr mager gefüllt war.
Von meinem Team war ich der Einzigste, der die lange Runde in Angriff nahm.
Mit wenig Training und dem kleinen Anspruch, das Rennen unter 4 h zu finishen, stand ich bei bestem Wetter um 9:30 Uhr am Start. Mit Michael wollte ich eigentlich die Runde zusammen fahren, aber bereits beim 1. Anstieg aus der Stadt heraus war er von meinem Hinterrad verschwunden. Da waren gerade mal 2 km gefahren. Also suchte ich mir andere Wegbegleiter, die möglicherweise mein Tempo mitfahren würden. Nach 3 km war ich dann in einer 4er Gruppe, wobei die beiden vorderen Fahrer kurz darauf die Flucht nach vorne antraten und ich nicht folgte. Ich dachte mir, ich bleibe noch ein wenig im normalen Puls und gebe noch nicht alles. Das war leider ein Fehler, denn der Abstand nach vorne wurde immer größer und mein Begleiter wurde langsamer, sodass ich plötzlich am Ende des ersten Anstiegs alleine unterwegs war. Bis nach Carlsfeld fuhr ich zwar die Lücke nach vorne zu 2 Bikern zu, allerdings ab Kilometer 6 am Anstieg der Straße im Ort war ich alleine. Dies sollte für mich die nächsten 66 km mein Schicksal sein. Auf die Vorderleute aufzufahren war alleine nur mit sehr großer Kraftanstrengung möglich und von hinten kam leider auch keiner heran. Am Auersberg war eine Vordergruppe zwar in Sichtkontakt, aber da kämpft man eher gegen den inneren Schweinehund als gegen den Gegner.
Die gefährliche Abfahrt vom Auersberg nahm ich locker in Angriff, da die Steine und Wiesen recht feucht waren. Bis zur 2. Auffahrt zum Auersberg passierte so gut wie nichts. Ich war halt alleine unterwegs. Auf dem Auersberg ankommen nahm ich nochmal ein Getränke und einen Riegel und ordnete mich in den Verkehr der 50 km Starter ein, die mittlerweile auch auf der Strecke waren.
Von nun an musste man etwas die Augen bei Überholungen aufmachen, denn vorallem bei der Abfahrt vom Auersberg kamen einige Biker vom Stoneman Miriquidi in entgegengesetzter Richtung den Berg hoch. Da macht es sich schlecht, wenn man nebeneinander den Berg runter rollt und plötzlich kommen Leute entgegen.
Am Abzweig der 100 km um die Talsperre Eibenstock sah ich nun definitiv keinen der 100 km vor mir geschweige denn hinter mir. Da waren rund 70 km absolviert. Ab diesem Moment merkte man seine Beine so langsam und den Gegenwind um so mehr. Trotzdem dachte ich mir, eine Zielankunft um Platz 20 müsste drin sein, auch lag ich zeitlich noch auf Kurs, obwohl ich diesen Streckenteil nicht kannte.
Abseits der Straße kam plötzlich eine 5er Gruppe auf mich aufgefahren. War ich so langsam oder habe ich mich verfahren ??? An den Anstiegen im Wald klemmte ich mich in die Gruppe rein, wobei ein Crossradfahrer die Flucht nach vorne suchte. So radelten wir zu 4. für ca. 15 km weiter, mit stetigem Führungswechsel. Auch ich machte mal im Wind die Pace, obwohl ich eigentlich dafür keine Kraft mehr hatte. Da mir die Streckenführung auch nicht bekannt war, wusste ich nicht, dass da noch so einige Anstiege rund um die Talsperre Eibenstock zu erwarten waren. Am Anstieg nach dem Ort Hundshübel mussten ich und ein weiterer Biker dann reißen lassen.
Wir kurbelten die nächsten km zusammen bis zum Talsperrenweg, dann nahm ich aber nochmal die Beine in die Hand und trat den Sprung nach vorne an. Mein Begleiter wollte oder konnte nicht mit und so fuhr ich alleine dem Ziel entgegen. Der letzte Anstieg von der Straße durch den Wald zur Wiese war fast nur noch im Schneckentempo möglich.
Mein Tacho zeigte noch knapp 5 Minuten bis zu magischen 4 h Marke an, also gab ich nochmal Alles und rollte in einer Zeit von 3:57:38 h über den Zielstrich. Mein persönliches Ziel mit 4 h wurde erreicht. Im Ziel kamen dann sogleich mein Teamchef und Teamkollegen sowie Freunde herbei und wir fachsimpelten über das Geleistete.
Glückwunsch an Teamkollege Jens Küllig, der endlich mal ohne Defekt Platz 3 auf der 50 km Runde erkämpfte.
Vielen Dank an den Veranstalter für die super Organisation sowie Kathrin für die Bilder ;)
P.S. Ein kleiner Nachgeschmack bleibt aber: 4,20 € für eine kleine Nudelportion für die Aktiven ist mehr als Vermessen. Bitte im nächsten Jahr wieder einen Gutschein in den Starterbeutel legen, der heuer sehr mager gefüllt war.
Samstag, 30. August 2014
18. Vier-Hübel-Tour 2014 in Oberwiesenthal
Am 24.8.2014, fast genau 1 Jahr nach meinem schweren Sturz, stand ich wieder am Start dieser Radtour. Ich wollte nur "gemütlich" die Runde abhübeln, den Wettkampfmodus habe ich mir für dieses Jahr gespart. Dies plane ich im nächsten Jahr wieder.
Der Wecker klingelte in der Frühe, nach kleinem Frühstück mit dem MTB zum Teamkollegen Thomas geradelt und dort in den PKW mit Ziel Oberwiesenthal abgedüst. Wir waren zeitnah an der neuen Anmeldung und mussten knapp 10 Minuten bei widrigen Wetterbedingungen ( 8°C + Nieselregen ) ausharren, ehe wir unsere Tourunterlagen erhielten. Danach mit dem PKW auf den letzten Parkplatz unterhalb des Fichtelbergs hochgefahren und die Teamkollegen begrüßt. Das Wetter war mittlerweile sehr mies, es regnete teilweise in Strömen und das Thermometer im Auto zeigte 4°C an. Nach etwas Plauderei ging es bei nun mehr "trockenen" Verhältnissen ans Umziehen. Lange Sachen waren diesmal bei mir Pflicht und da ich ohnehin einen kleinen Rucksack mit mir führte, konnte ich unterwegs bei Bedarf die störenden Trikots ausziehen.
Auf der Abfahrt vom Parkplatz hinunter zum Start wurde man alleine durch die nicht abgetrocknete Straße bereits von unten nass.
Der Start erfolgte dann pünktlich 10 Uhr und wir 3 ( Thomas, Olaf und ich ) rollten mit dem Feld Richtung Bärenstein gemütlich los. Bereits nach dem Start im Ort sah man die Spitzengruppe so langsam enteilen.
Die Abfahrten ließ ich es langsam angehen, im Hinterkopf noch die Erinnerung ans letzte Jahr. Mein Ziel war der Fichtelberg, nicht mehr und nicht weniger und dies soweit wie möglich zusammen mit meinen beiden Teamkollegen zu erreichen.
Am Anstieg zum Bärenstein kam dann doch noch die Sonne hervor und es wurde sehr warm. Auf dem Hübel angekommen entschloss ich mich, meine langärmligen Sachen in den Rucksack zu verstauen. Meine Teamkollegen rollten inzwischen weiter, wohlwissend, dass ich nach ein paar Kilometern wieder zu ihnen aufschließen werde.
An der Waldabfahrt nach dem Bärenstein kam ich an meiner Sturzstelle in gemäßigtem Tempo vorbei und siehe da, nach der Doppelquerrinne lag bereits wieder ein Radler auf dem Rücken am Rand der Strecke. Sofort kamen Erinnerungen in mir hoch und ich musste mit dem Kopf schütteln, wofür wir Hobbysportler dies immer wieder tun. Auf der Straße kam bereits der Rettungswagen mit Blaulicht entgegen.
Am Plattenanstieg in Königswalde Richtung Pöhlberg traf ich dann auf meine Teamkollegen und wir rollten die nächsten Kilometer dem wartenden 2. Hübel entgegen. An den Anstiegen fuhr ich mein eigenes Tempo, um dann bei der Verpflegung auf meine beiden Begleiter zu warten. Es ist schon erstaunlich, wieviele Sportfreunde man bei "Renntempo" im Mittelfeld überholt, was mir sonst bei meinen Rennen eher weniger passiert.
Nach der kurzen Verpflegung ging es die Asphaltstraße Richtung Feld hinunter und über einen kleinen neuen Streckenteil dem nächsten Hübel entgegen. Wir 3 hielten uns die Zeit mit Faxen, dummen Sprüchen und sonstigen Erheiterungen kurz und ein paar unserer Begleiter in einer größeren Gruppe mussten auch hin und wieder schmunzeln, obwohl denen bei den Anstiegen gar nicht danach war.
Am Fuße des Scheibenberg ankommende wieder das gleiche Spiel wie bisher: ich fuhr aus der Gruppe heraus mein Tempo und wartete oben. Unterwegs kam mir Kumpel Ronny entgegen.
Vom Scheibenberg ging es dann hinunter ins Tal nach Markersbach zum Unterbecken. Von einem enthusiastischen Streckenposten bekam man dort den Rückstand auf die Spitze mit 32 Minuten angegeben und positionsbedingt auf Platz 128 liegend. Gar nicht mal so schlecht, da wir weder Wettkampf- noch gemütliches Trainingstempo anlegten.
Von hieran begann der finale Anstieg zum Oberbecken. An der steilen Rampe im Wald bekam Thomas Krämpfe und er quälte sich Meter um Meter die Piste hoch. Auch machte ihm sein Sturz beim Heavy24 noch einseitig Probleme, sodass er aus unserer Gruppe von ca. 6 Mann herausfiel. Ich lies mich zurückfallen und gab ihm moralische Unterstützung, dass der nächste Verpflegungspunkt nicht mehr weit sei. Dort ankommend gab es den berühmten Haferschleim. Nach rund 5 Minuten Aufenthalt radelten wir weiter zum Oberbecken, einmal fast herum und die lange Abfahrt zum Ephraimhaus hinunter. Thomas flog wortwörtlich die Piste runter, Olaf und ich ließen es gedämpft angehen. Bis zum Ephraimhaus war das Wetter in Ordnung, es schien öfters die Sonne und die Temperaturen waren auch erträglich. Dies sollte sich die nächsten Kilometer ändern.
Wir waren mittlerweile nur noch zu dritt und bei Thomas ließen die Krämpfe nicht nach. Ich verabschiedete mich derweilen nach vorne, um mein gewohntes Tempo bergan durchzuziehen und noch ein wenig auf Platzierungsjagd zu gehen. Thomas und Olaf blieben zurück und hübelten alleine weiter, ich wusste aber, dass Aufgeben bei diesen beiden Langstrecklern nicht in Frage kam und sie sicherlich nicht weit hinter mir ins Ziel kommen würden.
Auf dem langen Weg nach oben rollte ich an so manchem Biker vorbei, der schon auf der letzen Rille unterwegs war und den leichtesten Gang kurbelte. Ich hatte immer noch das große Blatt vorne drauf und konne somit meine gewohnten Züge durchziehen. Am kurzen Flachstück der Rittergrüner Flößbahn merkte ich aber plötzlich, dass die Kräfte aus meinen Beinen entwichen, die nächste Asphaltrampe aber noch bewältigt werden musste. Bereits dort begann dann schleichend ein kleines Leiden. Oben ankommend war ich ziemlich fertig und konnte die kommenden Kilometer der Straße entspannter angehen. Das Wetter war mittlerweile richtig mies, es regnete ziemlich stark.
Den letzten Verpflegungspunkt ignorierte ich gänzlich und rollte die letzte Abfahrt hinunter.
Den Anstieg zur Ziege hoch ließ ich es etwas langsamer angehen, weil meine Beine sowieso nicht mehr richtig mitmachten. Ab da fuhren dann einige der vorher überholten Biker an mir vorbei, was sich obendrein nicht sehr positiv auf meine Motivation auswirkte. Die Kurbelleistung wurde immer unrunter bei mir, selbst den leichten Anstieg über die Rollerbahn hatte ich arg Probleme. Ich schaute mich immer wieder um, aber hinter mir war keiner mehr und dies sollte sich bis ins Ziel auch bewahrheiten. So langsam konnte ich dann auch nicht gewesen sein, mir jedenfalls kam es aber schneckenmäßig vor.
Als dann die Wellenschaukel in Sichtweite kam und die Zuschauerzahl trotz des miesen Wetters zunahm, wollte ich einfach nur noch ins Ziel kommen. Fast stehend k.o. musste ich dann auch noch die letzte Schotterrampe auf das kleine Kettenblatt vorne runterschalten, was ich sonst nie benutze.
Platz 100 nach rund 4:30 h war der Lohn meiner rasanten Zielhatz beginnend ab dem Ephraimhaus.
Kurz nach mir kamen dann bereits Olaf und Thomas ins Ziel, wir ließen uns schnell die Nudeln schmecken, währenddessen die Bergkönige Guido Assmann und Dr. Sebastian Ortmann sowie die Bergkönigin Lisa Schubert ausgezeichnet wurden.
Fix danach ging es zum PKW, Umziehen, Einpacken und nichts wie nach Hause.
Es war wieder eine gelungene Veranstaltung, leider ab diesem Jahr ohne offizielle Ergebnisliste ( ich nehme an, es waren in der Vergangenheit zuviele schwere Stürze ). Ich habe mich aber selbst an die Tastatur gesetzt und eine "inoffizielle" Ergebnisliste aufgestellt, so wie sie bisher immer eingestellt war. Das dieses Jahr "nur" 468 Biker das Ziel erreichten lag weniger an Stürzen, sondern an viel mehr Aufgaben und deutlich weniger als 600 Startern bei den widrigen Wetterbedingungen. Schade eigentlich, denn diese Veranstaltung hat das nicht verdient.
Ich bin nächstes Jahr wieder am Start, dann in zügigerem Tempo und hoffentlich besserem Wetter.
Der Wecker klingelte in der Frühe, nach kleinem Frühstück mit dem MTB zum Teamkollegen Thomas geradelt und dort in den PKW mit Ziel Oberwiesenthal abgedüst. Wir waren zeitnah an der neuen Anmeldung und mussten knapp 10 Minuten bei widrigen Wetterbedingungen ( 8°C + Nieselregen ) ausharren, ehe wir unsere Tourunterlagen erhielten. Danach mit dem PKW auf den letzten Parkplatz unterhalb des Fichtelbergs hochgefahren und die Teamkollegen begrüßt. Das Wetter war mittlerweile sehr mies, es regnete teilweise in Strömen und das Thermometer im Auto zeigte 4°C an. Nach etwas Plauderei ging es bei nun mehr "trockenen" Verhältnissen ans Umziehen. Lange Sachen waren diesmal bei mir Pflicht und da ich ohnehin einen kleinen Rucksack mit mir führte, konnte ich unterwegs bei Bedarf die störenden Trikots ausziehen.
Auf der Abfahrt vom Parkplatz hinunter zum Start wurde man alleine durch die nicht abgetrocknete Straße bereits von unten nass.
Der Start erfolgte dann pünktlich 10 Uhr und wir 3 ( Thomas, Olaf und ich ) rollten mit dem Feld Richtung Bärenstein gemütlich los. Bereits nach dem Start im Ort sah man die Spitzengruppe so langsam enteilen.
Die Abfahrten ließ ich es langsam angehen, im Hinterkopf noch die Erinnerung ans letzte Jahr. Mein Ziel war der Fichtelberg, nicht mehr und nicht weniger und dies soweit wie möglich zusammen mit meinen beiden Teamkollegen zu erreichen.
Am Anstieg zum Bärenstein kam dann doch noch die Sonne hervor und es wurde sehr warm. Auf dem Hübel angekommen entschloss ich mich, meine langärmligen Sachen in den Rucksack zu verstauen. Meine Teamkollegen rollten inzwischen weiter, wohlwissend, dass ich nach ein paar Kilometern wieder zu ihnen aufschließen werde.
An der Waldabfahrt nach dem Bärenstein kam ich an meiner Sturzstelle in gemäßigtem Tempo vorbei und siehe da, nach der Doppelquerrinne lag bereits wieder ein Radler auf dem Rücken am Rand der Strecke. Sofort kamen Erinnerungen in mir hoch und ich musste mit dem Kopf schütteln, wofür wir Hobbysportler dies immer wieder tun. Auf der Straße kam bereits der Rettungswagen mit Blaulicht entgegen.
Am Plattenanstieg in Königswalde Richtung Pöhlberg traf ich dann auf meine Teamkollegen und wir rollten die nächsten Kilometer dem wartenden 2. Hübel entgegen. An den Anstiegen fuhr ich mein eigenes Tempo, um dann bei der Verpflegung auf meine beiden Begleiter zu warten. Es ist schon erstaunlich, wieviele Sportfreunde man bei "Renntempo" im Mittelfeld überholt, was mir sonst bei meinen Rennen eher weniger passiert.
Nach der kurzen Verpflegung ging es die Asphaltstraße Richtung Feld hinunter und über einen kleinen neuen Streckenteil dem nächsten Hübel entgegen. Wir 3 hielten uns die Zeit mit Faxen, dummen Sprüchen und sonstigen Erheiterungen kurz und ein paar unserer Begleiter in einer größeren Gruppe mussten auch hin und wieder schmunzeln, obwohl denen bei den Anstiegen gar nicht danach war.
Am Fuße des Scheibenberg ankommende wieder das gleiche Spiel wie bisher: ich fuhr aus der Gruppe heraus mein Tempo und wartete oben. Unterwegs kam mir Kumpel Ronny entgegen.
Vom Scheibenberg ging es dann hinunter ins Tal nach Markersbach zum Unterbecken. Von einem enthusiastischen Streckenposten bekam man dort den Rückstand auf die Spitze mit 32 Minuten angegeben und positionsbedingt auf Platz 128 liegend. Gar nicht mal so schlecht, da wir weder Wettkampf- noch gemütliches Trainingstempo anlegten.
Von hieran begann der finale Anstieg zum Oberbecken. An der steilen Rampe im Wald bekam Thomas Krämpfe und er quälte sich Meter um Meter die Piste hoch. Auch machte ihm sein Sturz beim Heavy24 noch einseitig Probleme, sodass er aus unserer Gruppe von ca. 6 Mann herausfiel. Ich lies mich zurückfallen und gab ihm moralische Unterstützung, dass der nächste Verpflegungspunkt nicht mehr weit sei. Dort ankommend gab es den berühmten Haferschleim. Nach rund 5 Minuten Aufenthalt radelten wir weiter zum Oberbecken, einmal fast herum und die lange Abfahrt zum Ephraimhaus hinunter. Thomas flog wortwörtlich die Piste runter, Olaf und ich ließen es gedämpft angehen. Bis zum Ephraimhaus war das Wetter in Ordnung, es schien öfters die Sonne und die Temperaturen waren auch erträglich. Dies sollte sich die nächsten Kilometer ändern.
Wir waren mittlerweile nur noch zu dritt und bei Thomas ließen die Krämpfe nicht nach. Ich verabschiedete mich derweilen nach vorne, um mein gewohntes Tempo bergan durchzuziehen und noch ein wenig auf Platzierungsjagd zu gehen. Thomas und Olaf blieben zurück und hübelten alleine weiter, ich wusste aber, dass Aufgeben bei diesen beiden Langstrecklern nicht in Frage kam und sie sicherlich nicht weit hinter mir ins Ziel kommen würden.
Auf dem langen Weg nach oben rollte ich an so manchem Biker vorbei, der schon auf der letzen Rille unterwegs war und den leichtesten Gang kurbelte. Ich hatte immer noch das große Blatt vorne drauf und konne somit meine gewohnten Züge durchziehen. Am kurzen Flachstück der Rittergrüner Flößbahn merkte ich aber plötzlich, dass die Kräfte aus meinen Beinen entwichen, die nächste Asphaltrampe aber noch bewältigt werden musste. Bereits dort begann dann schleichend ein kleines Leiden. Oben ankommend war ich ziemlich fertig und konnte die kommenden Kilometer der Straße entspannter angehen. Das Wetter war mittlerweile richtig mies, es regnete ziemlich stark.
Den letzten Verpflegungspunkt ignorierte ich gänzlich und rollte die letzte Abfahrt hinunter.
Den Anstieg zur Ziege hoch ließ ich es etwas langsamer angehen, weil meine Beine sowieso nicht mehr richtig mitmachten. Ab da fuhren dann einige der vorher überholten Biker an mir vorbei, was sich obendrein nicht sehr positiv auf meine Motivation auswirkte. Die Kurbelleistung wurde immer unrunter bei mir, selbst den leichten Anstieg über die Rollerbahn hatte ich arg Probleme. Ich schaute mich immer wieder um, aber hinter mir war keiner mehr und dies sollte sich bis ins Ziel auch bewahrheiten. So langsam konnte ich dann auch nicht gewesen sein, mir jedenfalls kam es aber schneckenmäßig vor.
Als dann die Wellenschaukel in Sichtweite kam und die Zuschauerzahl trotz des miesen Wetters zunahm, wollte ich einfach nur noch ins Ziel kommen. Fast stehend k.o. musste ich dann auch noch die letzte Schotterrampe auf das kleine Kettenblatt vorne runterschalten, was ich sonst nie benutze.
Platz 100 nach rund 4:30 h war der Lohn meiner rasanten Zielhatz beginnend ab dem Ephraimhaus.
Kurz nach mir kamen dann bereits Olaf und Thomas ins Ziel, wir ließen uns schnell die Nudeln schmecken, währenddessen die Bergkönige Guido Assmann und Dr. Sebastian Ortmann sowie die Bergkönigin Lisa Schubert ausgezeichnet wurden.
Fix danach ging es zum PKW, Umziehen, Einpacken und nichts wie nach Hause.
Es war wieder eine gelungene Veranstaltung, leider ab diesem Jahr ohne offizielle Ergebnisliste ( ich nehme an, es waren in der Vergangenheit zuviele schwere Stürze ). Ich habe mich aber selbst an die Tastatur gesetzt und eine "inoffizielle" Ergebnisliste aufgestellt, so wie sie bisher immer eingestellt war. Das dieses Jahr "nur" 468 Biker das Ziel erreichten lag weniger an Stürzen, sondern an viel mehr Aufgaben und deutlich weniger als 600 Startern bei den widrigen Wetterbedingungen. Schade eigentlich, denn diese Veranstaltung hat das nicht verdient.
Ich bin nächstes Jahr wieder am Start, dann in zügigerem Tempo und hoffentlich besserem Wetter.
Samstag, 26. Juli 2014
Saisonbericht Teil 1
Was sich diese Saison bisher so alles getan hat....
Da ich diese Saison aufgrund meiner Sturzverletztungen von der letztjährigen Vier-Hübel-Tour keine Wettkämpfe bestreite, bin ich bisher sehr relaxt mit meinem Training und meiner freien Zeit umgegangen. Trotzdem war ich nicht faul, sondern habe bei der ein oder anderen Radveranstaltung teilgenommen oder mit Freunden größere Ausflüge mit dem MTB gemacht.
Unter anderem war dies zu Himmelfahrt die jährliche Ausfahrt mit der Radfabrik über 240 km als Vorbereitung für das 24h-MTB-Rennen am Stausee Oberrabenstein. Leider hatte uns das Wetter nicht in die Karten gespielt, sodass eine verkürzte Runde gedreht wurde. Am Ende standen bei mir trotzdem 170 km auf dem Tacho.
Ein weiteres Highlight sollte dieses Jahr mein erster Einsatz als Betreuer eines Einzelstarters beim Heavy24 in Chemnitz werden. Dies wurde aber mehr oder weniger zur unfreiwilligen Freizeitgestaltung, da mein Freund Thomas K. leider in der 1. Runde !!! in einen Sturz verwickelt wurde und das Rennen aufgeben musste. Fazit von diesem Wochenende: viel gutes Wetter, eine Menge bekannte Gesichter getroffen und Erholung zugleich. Das nächste Jahr werde ich aber wieder selbst als Fahrer aktiv am Start stehen, es sei denn, ich verpasse den Meldetermin.
Am 5.7.2014 wurde dann mit meinen Freunden Mario und Ronny gemeinsam der Stoneman Miriquidi gerockt. Unser Versuch, die goldene Trophäe in Besitz zu bekommen, ging auf.
Wir starteten gegen 7:15 Uhr auf dem Scheibenberg und sind gegen 21 Uhr dort wieder angekommen. Die reine Fahrtzeit betrug 10:45 h. Unterwegs wurden mehrere Verpflegungspausen eingelegt. Dies war nur möglich, weil Mario sein Vater unser ständiger Begleiter mit dem PKW war und an vereinbarten Treffpunkten auf uns wartete. Somit mussten wir keine größeren Sachen mit uns rumschleppen.
Vielen Dank nochmal dafür, wenn es wieder mal klappen sollte, würde ich gerne darauf zurück kommen. Außer einem aufgeschlitzen Reifen in einer Schotterabfahrt kurz vor Johanngeorgenstadt sind wir ohne Probleme durchgekommen. Das Wetter mit stärkerem Regenfall machte uns zwar zu Beginn der Tour etwas zu schaffen, aber mit zunehmender Dauer wurde es freundlicher und gegen Mittag prallte die Sonne uns am Aufstieg über den Skihang am Pleßberg entgegen. Leider ist Mario aufgrund seines nicht ganz auskurierten Schnupfens unterwegs nach 110 km in Bozi Dar ausgestiegen, aber wir beendeten die Runde trotzdem zu dritt, denn Ronnys Bruder gesellte sich uns die letzten 60 km hinzu.
Erfahrungen aus dieser Tour: jede Menge anstrengende Anstiege, etwas waghalsige Abfahrten, leichte Koordinierungsschwierigkeiten auf tschechischer Seite, MTB-Feeling pur, machbar an 1 Tag, allerdings nur bei wirklicher Gesundheit. Außer einem wunden Popo habe ich diesmal keinerlei Wehwehchen. Von mir aus kann man so eine Tour nochmal durchführen.
Hin und wieder hatte ich mich bei MTB-Veranstaltungen sehen lassen, um meine Teamkameraden an der Strecke anzufeuern und auch das ein oder andere Foto zu schießen. Ich würde lieber selbst am Start stehen, aber das verschiebe ich aufs nächste Jahr. Am 14.7. wurden mir die letzten Metallteile aus dem gebrochenen Ellenbogen entfernt. Endlich wieder schmerzfrei den Arm bewegen, wobei eine 100% Streckung nicht mehr möglich ist, zu stark hatte mir der Sturz zugesetzt. Aber dies hält mich nicht von weiteren MTB-Einsätzen in naher Zukunft ab, nur mein Gehirn werde ich womöglich nicht mehr am Start abgeben, sondern mit Bedacht die Kurse bewältigen.
Bei der Vier-Hübel-Tour werde ich zwar dieses Jahr am Start stehen, allerdings mehr als gemütliche Ausfahrt mit meinen Teamkollegen. Die Zeit steht diesmal nicht im Vordergrund.
Bis dahin wünsche ich allen Mountainbikern eine sturzfreie Zeit und gutes Training. Bei dem ein oder anderen Wettkampf dieses Jahr werde ich sicherlich nochmal an der Strecke stehen und für ein paar Bilder und Anfeuerungen sorgen.
Man sieht sich ;)
Da ich diese Saison aufgrund meiner Sturzverletztungen von der letztjährigen Vier-Hübel-Tour keine Wettkämpfe bestreite, bin ich bisher sehr relaxt mit meinem Training und meiner freien Zeit umgegangen. Trotzdem war ich nicht faul, sondern habe bei der ein oder anderen Radveranstaltung teilgenommen oder mit Freunden größere Ausflüge mit dem MTB gemacht.
Unter anderem war dies zu Himmelfahrt die jährliche Ausfahrt mit der Radfabrik über 240 km als Vorbereitung für das 24h-MTB-Rennen am Stausee Oberrabenstein. Leider hatte uns das Wetter nicht in die Karten gespielt, sodass eine verkürzte Runde gedreht wurde. Am Ende standen bei mir trotzdem 170 km auf dem Tacho.
Ein weiteres Highlight sollte dieses Jahr mein erster Einsatz als Betreuer eines Einzelstarters beim Heavy24 in Chemnitz werden. Dies wurde aber mehr oder weniger zur unfreiwilligen Freizeitgestaltung, da mein Freund Thomas K. leider in der 1. Runde !!! in einen Sturz verwickelt wurde und das Rennen aufgeben musste. Fazit von diesem Wochenende: viel gutes Wetter, eine Menge bekannte Gesichter getroffen und Erholung zugleich. Das nächste Jahr werde ich aber wieder selbst als Fahrer aktiv am Start stehen, es sei denn, ich verpasse den Meldetermin.
Am 5.7.2014 wurde dann mit meinen Freunden Mario und Ronny gemeinsam der Stoneman Miriquidi gerockt. Unser Versuch, die goldene Trophäe in Besitz zu bekommen, ging auf.
| Startgruppe auf dem Scheibenberg ( Ronny, ich, Mario ) |
| 1. Verpflegungsstelle bei Pöhla |
| Verpflegungsfahrzeug |
| Rast in Johanngeorgenstadt |
| Rast in Bozi Dar |
Vielen Dank nochmal dafür, wenn es wieder mal klappen sollte, würde ich gerne darauf zurück kommen. Außer einem aufgeschlitzen Reifen in einer Schotterabfahrt kurz vor Johanngeorgenstadt sind wir ohne Probleme durchgekommen. Das Wetter mit stärkerem Regenfall machte uns zwar zu Beginn der Tour etwas zu schaffen, aber mit zunehmender Dauer wurde es freundlicher und gegen Mittag prallte die Sonne uns am Aufstieg über den Skihang am Pleßberg entgegen. Leider ist Mario aufgrund seines nicht ganz auskurierten Schnupfens unterwegs nach 110 km in Bozi Dar ausgestiegen, aber wir beendeten die Runde trotzdem zu dritt, denn Ronnys Bruder gesellte sich uns die letzten 60 km hinzu.
Erfahrungen aus dieser Tour: jede Menge anstrengende Anstiege, etwas waghalsige Abfahrten, leichte Koordinierungsschwierigkeiten auf tschechischer Seite, MTB-Feeling pur, machbar an 1 Tag, allerdings nur bei wirklicher Gesundheit. Außer einem wunden Popo habe ich diesmal keinerlei Wehwehchen. Von mir aus kann man so eine Tour nochmal durchführen.
| Rast kurz nach dem Plattenberg |
![]() |
| geschafft !!! |
Hin und wieder hatte ich mich bei MTB-Veranstaltungen sehen lassen, um meine Teamkameraden an der Strecke anzufeuern und auch das ein oder andere Foto zu schießen. Ich würde lieber selbst am Start stehen, aber das verschiebe ich aufs nächste Jahr. Am 14.7. wurden mir die letzten Metallteile aus dem gebrochenen Ellenbogen entfernt. Endlich wieder schmerzfrei den Arm bewegen, wobei eine 100% Streckung nicht mehr möglich ist, zu stark hatte mir der Sturz zugesetzt. Aber dies hält mich nicht von weiteren MTB-Einsätzen in naher Zukunft ab, nur mein Gehirn werde ich womöglich nicht mehr am Start abgeben, sondern mit Bedacht die Kurse bewältigen.
Bei der Vier-Hübel-Tour werde ich zwar dieses Jahr am Start stehen, allerdings mehr als gemütliche Ausfahrt mit meinen Teamkollegen. Die Zeit steht diesmal nicht im Vordergrund.
Bis dahin wünsche ich allen Mountainbikern eine sturzfreie Zeit und gutes Training. Bei dem ein oder anderen Wettkampf dieses Jahr werde ich sicherlich nochmal an der Strecke stehen und für ein paar Bilder und Anfeuerungen sorgen.
Man sieht sich ;)
Sonntag, 12. Januar 2014
Saisonvorschau auf 2014
Da gibt es leider nicht viel zu sagen, für mich wird es aller Vorraussicht nach 2014 keine Wettkämpfe geben, zu sehr schränkt mich die Sturzverletztung von der Hübel-Tour noch ein. Ich trage zwar 7 Wochen nach der letzten OP meines Schultereckgelenks keinen Armverband zur Ruhigstellung mehr, aber die koordinierten Bewegungsabläufe und die Beweglichkeit sind noch sehr eingeschränkt. Im späten Sommer kommt dann das Metall aus dem Ellenbogen raus.
Physiotherapie läuft, das Mountainbike steht auch schon wieder gebaut zuhause und das Wetter ist schön zum Training, leider ohne mich.
Ich werde hin und wieder bei den Rennen als Zuschauer und Fotograf anwesend sein.
Man sieht sich !!
Sonntag, 10. November 2013
Derzeitiger Stand der Dinge
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, der Schnee lässt aber noch auf sich warten. Dies ist auch gut so, denn Langlauf kann ich zur Zeit sowieso nicht machen. Mein schwerer Sturz bei der Vier-Hübel-Tour am 25.8. ist nun fast 2,5 Monate her, die Heilung geht so langsam voran. Der Ellenbogen ist mit Metall versehen, welches erst nächste Saison raus kommt, wobei mich die nicht ganz mögliche Streckung von 100% nur wenig stört. Es ist eher der optische Makel, dass der Arm nicht gerade zu strecken geht. Aber da bin ich guter Dinge, dass es fast wieder zu 100% möglich ist.
Die Schulter, speziell das Schultereckgelenk, wird demnächst operiert. Die konventionelle Therapie hat nicht angeschlagen bzw. es stellte sich nach weiteren Untersuchungen heraus, dass ich mir doch mehr kaputt gemacht habe als am Anfang diagnostiziert. Ich habe mir ein sogenanntes ACG-Rockwood IV ( Schultereckgelenksprengung ) zugezogen, sprich, das Schlüsselbein ist ganz außen gebrochen und alle Bänder zur Steifigkeit sind gerissen. Da hilft nur noch eine Operation. Diese ist bereits mehrfach verschoben worden. Am 13.11. sollte nun in Leipzig der Eingriff erfolgen, am 9.11. bekam ich aber Post vom durchführenden Arzt mit dem Hinweis einer Verschiebung der Operation auf den 27.11.
Ich lasse bei mir die "Tight Rope" Methode durchführen. Das ist ein arthroskopischer Eingriff in Verbindung mit Einnähen einer Sehne aus dem Oberschenkel.
Nach der OP werde ich für 6 Wochen eine Trageschlaufe zum Ruhighalten der Schulter tragen, erst danach sollte wieder alles wie beim alten sein und die neue Saison kann kommen.
Aber wir werden sehen...
Dem Bike geht es eigentlich ganz gut, es steht zur Zeit bei der "Radfabrik" herum und wartet auf neue Teile, die beim Sturz leider kaputt gegangen waren. Ob es den Rahmen erwischt hat, kann mir noch keiner sagen, aber dies alles ist erstmal nebensächlich.
Dies sollte für dieses Jahr mein letzter Blogeintrag sein.
Allen einen guten Saisonausklang, man sieht sich hoffentlich im nächsten Jahr auf der Piste wieder. Falls nicht auf dem MTB, dann als Fotograf.
Die Schulter, speziell das Schultereckgelenk, wird demnächst operiert. Die konventionelle Therapie hat nicht angeschlagen bzw. es stellte sich nach weiteren Untersuchungen heraus, dass ich mir doch mehr kaputt gemacht habe als am Anfang diagnostiziert. Ich habe mir ein sogenanntes ACG-Rockwood IV ( Schultereckgelenksprengung ) zugezogen, sprich, das Schlüsselbein ist ganz außen gebrochen und alle Bänder zur Steifigkeit sind gerissen. Da hilft nur noch eine Operation. Diese ist bereits mehrfach verschoben worden. Am 13.11. sollte nun in Leipzig der Eingriff erfolgen, am 9.11. bekam ich aber Post vom durchführenden Arzt mit dem Hinweis einer Verschiebung der Operation auf den 27.11.
Ich lasse bei mir die "Tight Rope" Methode durchführen. Das ist ein arthroskopischer Eingriff in Verbindung mit Einnähen einer Sehne aus dem Oberschenkel.
Nach der OP werde ich für 6 Wochen eine Trageschlaufe zum Ruhighalten der Schulter tragen, erst danach sollte wieder alles wie beim alten sein und die neue Saison kann kommen.
Aber wir werden sehen...
Dem Bike geht es eigentlich ganz gut, es steht zur Zeit bei der "Radfabrik" herum und wartet auf neue Teile, die beim Sturz leider kaputt gegangen waren. Ob es den Rahmen erwischt hat, kann mir noch keiner sagen, aber dies alles ist erstmal nebensächlich.
Dies sollte für dieses Jahr mein letzter Blogeintrag sein.
Allen einen guten Saisonausklang, man sieht sich hoffentlich im nächsten Jahr auf der Piste wieder. Falls nicht auf dem MTB, dann als Fotograf.
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