Datum: 21.07.2013
Strecke: Mitteldistanz über 2 Runden zu je 23 km / Gesamt 46 km
Das nächste "Warm-Up" für die Vier Hübel Tour im August stand diesmal in Johanngeorgenstadt auf meiner Starterliste. Nachdem ich im letzten Jahr zum ersten Mal beim Bike-Kamm-Cross teilgenommen hatte und mir die Strecke mit dem 26" MTB viel Spass gemacht hatte, wollte ich dieses Jahr einen drauf setzen und mich in der Ergebnisliste klar positionieren. Ich wurde vom Sponsor für 2 Runden gemeldet und nachdem ich am Freitag vor dem Rennen noch mit neuer Teamkleidung ( großer Dank an Frank F. ! ) ausgestattet wurde, hatte ich was in meiner Schuld.
Das Wetter war bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel eigentlich ideal für ein MTB-Rennen, leider meinte es aber die Sonne zu gut mit uns. Temperaturen um die 30°C und trockene Luft machten es den Fahrern nicht leicht.
Rechtzeitig auf dem Parkplatz angekommen ( ca. 10 Fahrzeuge waren erst eingetroffen ), zur Anmeldung geschlendert und wieder zum Truppentransporter zurück, war der Parkplatz innerhalb von 20 Minuten doch mittlerweile gut gefüllt.
Die üblichen Verdächtigen, sei es Teamkollegen, Freunde oder bekannte Gesichter aus den Top5 der Ergebnislisten waren überall.
Das Warmfahren konnte man sich diesmal sparen, trotzdem habe ich auf der Rollerstrecke 2 langsame Runden gedreht.
Der Start des Rennens erfolgte diesmal an anderer Stelle auf der Straße, was für etwas Verwunderung unter uns Bikern führte. Nichtsdestotrotz erfolgte der Start pünktlich 10 Uhr ohne Startschuss / Kommando und die Meute gaste los. Ich hatte mich an 50. Position eingereiht und rollte in der Nähe von mir bekannten Startern mit. Am ersten Anstieg ab Schotterpiste bis in den Wald und weiter verschwand man im Nebel; es war der Staub der Horde, der mächtig auf die Lunge schlug. Windschattenfahren war zwar möglich, aber man konnte nicht wirklich was vorraus erkennen. Dies legte sich erst Mitte der 1. Runde, als das Feld in seine üblichen Leistungsgruppen zerfallen war.
Da ich mir diesmal insgeheim die Top10 als mein Ziel auserkoren hatte, musste ich das Anfangstempo mit der erweiterten Spitze mitgehen, um nicht im mittleren Teil des Feldes unterzugehen. Am ersten Anstieg in den Wald konnte man ordentlich Plätze gutmachen. Ich fand recht schnell mein Tempo und als bald fand sich eine Gruppe von 8 Bikern, die die erste Runde zusammen fuhr. Darunter waren einige der Lang- und Kurzstreckler. Auf der ersten Runde passierte trotz einiger Attacken einzelner Leute so gut wie nichts, man saugte viel Staub auf, konnte Windschatten fahren und mühte sich mal an der Spitze der Gruppe.
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| Startphase beim Waldanstieg mit Lars Heinecke von Biker & Boarder |
Kurz vor der Auffahrt zur Schanze hatte ich mich leider mit der Strecke verpeilt, da ich annahm, die Gerade leicht ansteigend verläuft länger. Ich fuhr am Ende der 8er Gruppe, bediente mich meiner Trinkflasche und wollte gerade zum Schluck ansetzen, als es kurz "quietsch" machte und ich kurz vom Bike musste. Da hatte ich doch tatsächlich verpeilt, das die 90 Grad Kurve zur Schanze in den Wald schon anstand, sodass ich meinem Vordermann ins Bike fuhr. Sorry dafür. Dummerweise musste ich die Flasche erstmal wegpacken und ein großer Gang war noch aufgelegt. Somit war mein Gruppe leider etwas weg und ich musste alleine den Anstieg hoch. Das Loch von ca. 20 m konnte oder wollte ich nicht zufahren ( was stimmt nun ? ), da ich annahm, nach der Schanze rolle ich zu den anderen wieder hin. War wohl nichts und so fuhr ich die erste Runde recht einsam zu Ende. Bei Rundendurchfahrt schnell ein Becher Iso angenommen und wieder raus auf die staubige Piste. Der Abstand nach vorne wuchs kontinuierlich an und ich hatte mich schon auf eine alleinige und langweilige 2. Runde eingestellt, als von hinten im Waldstück Paul Lichan von FAST-Zweirad-Team auffuhr und ich mich sofort an ihn ranheftete.
Das Tempo war nicht sehr hoch, sodass ich keine Anschlussprobleme hatte. Auf den Geraden fuhr ich dann meist vor und machte Tempo. Beim Gegenstück auf der Wiese zu Start/Ziel fragte ich dann, ob wir die 2. Runde zusammen in Co-Produktion verbringen wollen, um enventuell nach vorne noch was zu machen. Nach kurzem Plausch war das auch geklärt und wir fuhren unser Tempo weiter. Berghoch schleppte mich Paul, auf den Geraden und Flachstücken drückte ich mit dem 29er aufs Gas. Leider war dies mit einer Zwergenübersetzung von 38 Zähnen vorne nicht ganz so einfach, aber wir harmonierten gut zusammen.
Gegen Ende der 2. Runde beim Wiesenanstieg zu Start/Ziel sollte die Entscheidung fallen, wer von uns beiden den besseren Platz auf der Ergebnisliste bekommen sollte. Ich wollte es nicht auf einen Zielsprint ankommen lassen, da ich meinen Begleiter nicht wirklich einschätzen konnte. Meine Beine waren noch richtig gut ( trotz einsetzender Schmerzen im rechten Knie ab der 2. Runde -> war schon mein Ausfallgrund beim Heavy24 ) und somit schaltete ich auf 38/14 leicht oberhalb der Straßenquerung und lies die Steine knallen. Es tat sich eine Lücke auf, mein Begleiter konnte oder wollte nicht gegenhalten und somit war mein Platz im Ziel bestellt.
Laut dem Blog vom FAST-Zweiradhaus-Team litt Paul unter einem schleichenden Plattfuß. Aber egal, Wettkampf ist Wettkampf.
Leider waren die inoffiziellen Ergebnislisten lange Zeit nicht verfügbar und es war schwierig, die Ergebnisse einzusehen. Somit erstmal zur Stärkung mit einem leckeren Steak versorgt und die Schallmeienkapelle genossen.
Nachdem alle meine Teamkollegen eingetroffen waren, machten wir uns langsam auf den Heimweg.
Nun folgt wieder ein wenig Sommerpause, im August zur Hübeltour sieht man mich wieder in Action. Bis dahin gute Beine in den Trainings und geniest das Wetter.



